Finanzberatung Teil 1 von 5

Finanzberatung

Der gute Deutsche hat eine Lebensversicherung. Oder besser gesagt: Der gute Deutsche hatte eine Lebensversicherung. Heute sind die ja komplett out wegen der schlechten Rendite. Es laufen aber immer noch Menschen herum, die solche Versicherungen ausgezahlt bekommen, für die sie meist jahrzehntelang Geld zur Seite gelegt haben. Das ist dann etwas, auf das sich Mann oder Frau freuen. Geld bekommen ist für die meisten Menschen keine Bürde. Übrigens bringe ich hier gerne den wirklich abgenutzten Scherz an: Wer immer Geld als Bürde empfindet, kann es bei mir abladen. (Endlich mal wieder ein Kalauer.)

Sagen wir einmal, Frau Musterplan weiß im Januar, dass sie in einem halben Jahr die handliche Summe von 100.000 Euro ausgezahlt bekommt. Was tun? Bei den jetzigen Zinskonditionen könnte sie es auch unters Bett schaufeln. Wahlweise in einen bombenfesten Tresor legen, aber den müsste sie erst noch kaufen und montieren lassen, was den Ertrag deutlich schmälern würde.

Also entschließt sich Frau Musterplan, sich beraten zu lassen, möglichst von fachkundiger Seite. Ihren treuen Ehegatten schleppt sie übrigens immer mit, denn vier Ohren hören mehr als zwei. Obwohl die Ehegattenaugen schon mal vor Müdigkeit klappern, weil Finanzen ihn in der Theorie nicht sonderlich interessieren. Er nimmt daher gerne die meist angebotene Tasse Kaffee an, auch Wiederholungen derselben schlägt er selten aus. Was die Folge hat, dass er in der nächsten Nacht nicht gut schläft, er wälzt sich kaffeegetrunken im Bett. Frau Musterplan nimmt sich um zwei Uhr erbost ihre Kissen und verzieht sich ins Wohnzimmer.

Sie lassen sich von vier Stellen beraten: einer Versicherung, mit der sie schon lange zusammenarbeiten, und drei Geldinstituten. Alle Beratungen sind anstrengend, denn auch Frau Musterplan ist keine Finanzexpertin, sie will es auch nicht werden, aber natürlich kein Geld verschleudern. Was Herrn und Frau Musterplan und letztlich natürlich auch die kleinen Musterpläne beruhigt, ist, dass kein dubioser Finanzmakler darunter ist. Richtig böse Verluste sind eher unwahrscheinlich.

Ein paar Kuriositäten aus diesen Gesprächen haben sie gesammelt und mir anvertraut. Dafür danke ich! Dieses Vertrauen möchte ich natürlich gleich brechen und die Anekdoten einer großen Öffentlichkeit preisgeben. Allerdings möchte ich den Schleier des Geheimnisses darüberlegen, von welcher Organisation was stammt.

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