Ein modernes Gleichnis

Ein berühmter Coach lud zu seinem fünfzigsten Geburtstag unzählige seiner Kollegen zu einem Mittagessen ein. Er war bekannt für seine Großzügigkeit und daher freuten sich alle auf eine köstliche Fünfgängemahlzeit oder ein opulentes Büffet.

Im Garten seines großen Anwesens hatte er ein riesiges Festzelt mit Bänken und Tischen aufbauen lassen. An einer Seite des Zeltes waren zugedeckte Tische aufgestellt, an den Tischen hing ein Schild „Büffet“. Als alle Gäste eingetroffen waren, wurden sie mit Getränken versorgt. Dann ging der Hausherr nach vorn, begrüßte seine Gäste, bedankte sich für die vielen wunderbaren Geschenke und sprach: „Hiermit ist das Büffet eröffnet!“

Zwei junge Damen gingen an die Seiten der Büffetreihe und zogen die Decke zur Seite. Ein Raunen ging durch die Menge: Auf den Tischen stand ein Teller. Auf dem Teller lagen ein geräucherter Fisch und zwei Brötchen. Die Menschen warteten, weil sie dachten, da käme noch etwas. Nach einer Stunde stand ein junger Kollege des Jubilars auf und rief in die Richtung des Coaches:

„Kriegen wir noch etwas zu essen? Wir sind alle sehr hungrig!“

Der Coach antwortete: „Kennt Ihr nicht das Gleichnis von der Speisung der fünftausend? Warum reichen Fisch und Brötchen nicht für euch?“

Eine Frau rief aus der Menge: „Weil es Gott nicht gibt!“

Eine alte Frau rief: „Weil Ihr nicht an Gott glaubt!“

Der Coach wandte sich der alten Frau zu: „So ist es. Es ist so leicht etwas zu sehen, was wir glauben oder glauben wollen, egal ob es das gibt oder nicht. Deshalb denkt bei eurer Arbeit immer daran, eure Klienten erst zum Glauben an euch zu bewegen, der Rest ist ein Kinderspiel.“

Ein Mann hinten im Saal flüsterte seiner Kollegin rechts neben ihm zu: „Er ist einfach ein Atheist.“

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