Unfall – eine Fabel

Fabel

Ein alter Löwe und ein junger Fuchs lebten im selben Wald. Der Löwe jagte großes Wild wie Schweine, Lämmer und Dachse, der Fuchs bevorzugte Hühner und Eichhörnchen. So lebten sie friedlich nebeneinander, weil keiner dem anderen etwas abjagen musste.

Eines Tages hatte sich ein kleines Ferkel im Wald verlaufen, es fürchtete sich im Dunkel der Tannen. Der Fuchs konnte den Angstschweiß bis zu seinem Bau riechen und nahm die Fährte auf.

An einer kleinen Lichtung hatte er die Fährte fast verloren und presste die Nase tief auf den Weg, um sie wiederzufinden, er blickte nicht nach rechts und nicht nach links. Dabei stieß er mit dem Löwen zusammen, der gerade seinen Morgenspaziergang machte. Der Zusammenprall war so heftig, dass der Löwe einen blauen Fleck davontrug. Da holte er mit der Tatze aus und gab dem Fuchs eins über, so dass diesem Hören und Sehen verging.

„Sei froh“, sprach der Löwe zu dem Fuchs, der seine Wunden leckte „dass ich dir nur das Ferkel abjage und dich, der du meinen Weg versperrt hast, nicht zu meinem Frühstück mache! Und lerne, dass du dich auf deinem Weg nicht nur von der Gier leiten lassen sollst.“

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