Ratgeber Hände waschen 7/11

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Dieses Kapitel ist illustriert. Ich danke Nellie Förster, die sich spontan bereit erklärt hat, die entsprechenden Bilder nach Text anzufertigen. Als erstes eine Handübersicht.

Abbildung 1

1 = Daumen
2-4 = Zeige-, Mittel- und Ringfinger
5 = Kleiner Finger
7 = Handgelenk

Das Waschen der Hände kann man grob in folgende Schritte einteilen:

  1. Beugen über das Waschbecken
    Hier ist darauf zu achten, dass die Hände innerhalb des Waschbeckenumfangs liegen und dass der Rücken nicht zu stark gebeugt wird, weil das zu einer Kollision von Schädel oder Kinn mit dem harten Waschbeckenrand führen kann.
  2. Ergreifen der Seife / des Syndetstücks bzw. Betätigen des Dosierspenders für Seife, Linkshänder nehmen die rechte Hand.
    Viele Autoren empfehlen hier, den Wasserhahn zu öffnen. Ich tue das nicht, weil die aquaökonomischen Bedingungen heutzutage das Wassersparen für wichtig erachten. Die Zurückstellung des Wasserhahnaufdrehens hat in Fachkreisen für einiges Aufsehen gesorgt.
  3. Auswahl der Temperatur wie zuvor beschrieben
  4. Öffnen des Wasserkrans bzw. Anheben des Wasserkranhebels. Bitte langsam ausführen, da sonst Waschbecken und Kleidung bespritzt werden können. Dies kann im Winter bis zu einer Lungenentzündung führen. Linkshänder nehmen die linke Hand.
  5. Vorsichtiges Führen des Seifenstücks über Daumen (1), die drei Mittelfinger (2-4) und den kleinen Finger (5). Bitte auch auf die Zwischenräume zwischen den einzelnen Fingern achten. Vorsicht auch beim Daumen, dass nicht zu heftig gewaschen wird, er könnte sonst abknicken und brechen. Auch kleine Fingerbrüche sind häufig Folgen von zu heftigem Schlagen des Seifenstücks gegen den kleinen Finger, wie mir Prof. Dr. med. Udo Wehmeyer von der Universität Heilbronn in einem Gespräch mitteilte.
  6. Verzahnen der Hände miteinander, wobei regelmäßige Bewegungen für eine Gleichverteilung der Seife sorgen. Auch das Seifenstück hat sich bei Verwendung der richtigen Wassermenge mittlerweile in eine Art Flüssigseife verwandt.
  7. Handgelenke (7) werden nur dann in den Waschakt aufgenommen, wenn sie verschmutzt sind. Man umfährt mit der einen eingeseiften Hand das Handgelenk des anderen Arms, dann macht man das umgekehrt. Linkshänder sind hier im Vorteil, weil sie mit der rechten Hand in der Regel geschickter sind als Rechtshänder mit der Linken. Rechtshänder erkennt man daher häufig an einer dunkleren Schattierung des rechten Handgelenks.

Bei den Nägeln ist auf die Nagellänge zu achten, die den Waschvorgang deutlich beeinflusst.


Abbildung 2: Nägel

Künstliche und überlange Nägel (1) bedürfen eines Zusatzgeräts, das sich Nagelbürste nennt. Besitzer solcher Nägel sollen eine solche Bürste immer in der Hand- oder Hosentasche bei sich führen.

Bei abgekauten Fingernägeln (2) ist es besonders wichtig, dass alle Seifenreste gründlich ausgewaschen werden, da sich der Nägelkauer beim nächsten Kauvorgang sonst eventuell übergibt.

Bei normalen Fingernägeln (3) kann man sowohl eine Nagelbürste verwenden als auch nicht.

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