Krimi to go – D (1/3)

D wie Dolch

Der Name Dubczik fiel. Dabei ist dies nur eine falsche Schreibweise für den Namen Dubczuk, womit unser Caesar Zeit seines Lebens zu kämpfen hatte. Interessant ist übrigens, dass es am Tag des „C“ viele Hinweise auf Dubczik gab, die überraschenderweise dann am Tag des „D“ mehr oder weniger aus dem Internet verschwunden waren. Dennoch gebe ich Caesar Dubczik eine slowenische Herkunft, dritte Generation. Er hat eine ältere Schwester mit Namen Catharina, ein Name, der von den Eltern in alter Tradition ausgewählt wurde. Sie wird hier nur durchs Bild wirbeln, ohne großartig Einfluss auf das Geschehen zu nehmen. Interessant ist eben nur, dass das Ehepaar Dubczik seinen Kindern Namen mit den gleichen Anfangsbuchstaben gegeben hat. Hätten sie geahnt, dass sie ein zweites Kind bekommen, hätten sie ihre Tochter vermutlich Mareike, Stefanie oder Vera genannt, weil die entsprechenden männlichen Vornamen einfacher zu finden und zu merken sind: Mario oder Michael, Stefan oder Stanislaus und Viktor. Die Namensgebung lässt also darauf schließen, dass nur ein Kind geplant war. Der ungeplante Caesar hat auch damit Zeit seines Lebens gekämpft, dass er sich so überflüssig vorkam, auch wenn ihm seine Eltern stets versicherten, dass er zwar ungeplant, aber keinesfalls unerwünscht sei.

Zwischendurch hatte ich die wirklich gute Idee, die drei möglichen Anfänge in einer einzigen Geschichte miteinander zu verweben. Dass sie also alle Stück eines Ganzen sind, das sich wie ein Mosaik fein zusammenfügt. Es hatte nur einen Haken: Erstens wusste ich nicht, wie ich sie zusammenfügen sollte, und zweitens erschien mir das ein immenser Arbeitsaufwand. So als wenn ich Recherchieren würde. Das heißt, ich müsste die Geschichte wirklich durchplanen vor dem Schreiben. Nicht mein Ding, zu viel Denken.

Weiterhin habe ich rückwärts etwas geändert, mir fiel nämlich gerade auf, dass Dolch so ein schönes D-Wort ist. Also habe ich bei Anfang (1) nachgeschaut, da wurde nur ein Messer erwähnt. Wofür gibt es die Suchfunktion? Ihr werdet jetzt nur von einem Dolch lesen, das Messer ist förmlich den Tisch heruntergefallen.

Wikipedia sagt zum Dolch (Stand 21.10.2016): „Im Gegensatz zum Messer, das primär zum Schneiden ausgelegt ist, ist der Dolch als Stichwaffe konzipiert. Bei zweischneidigen Dolchen ist der Schneidenwinkel 1,69- bis 2-mal so groß wie bei einem einschneidigen Messer derselben Klingenbreite und -dicke. Aus diesem Grund sind Dolche tendenziell stumpfer als Messer; dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Schneidenwinkel kein allein entscheidendes Kriterium für die Schärfe einer Klinge ist.“ Dolche sind heute nicht in jedem Küchenhandel käuflich, sie sind unmodern. Also muss ein exotischer Dolch aus dem 19. Jahrhundert herhalten, eine antiquarische Rarität. Nein, keine Rarität, dann wäre der Täter vermutlich zu leicht zu identifizieren. Einfach ein indischer oder malaysischer Dolch, eine Antiquität, wie es sie viele gibt. Vermutlich wurde er aus dem Ausland nach Deutschland geschmuggelt, bei Ebay ist der Verkauf von Waffen inklusive Schwertern und Dolchen nicht zulässig.