Krimi to go – E (1/2)

E wie Ehemann

Ehemänner sind gute Mörder ihrer Ehefrauen, umgekehrt geht das natürlich auch. Es gibt das Gerücht, dass Frauen eher vergiften als grobe Gewalt einzusetzen. Caesar Beyer von seiner Ehefrau ermordet, nach mehr als 25 Jahren gut funktionierender Ehe? Da müssten wir durchleuchten, wie gut diese Ehe wirklich war. Oder Caesar Beyer ist in zweiter Ehe mit einer jungen Frau verheiratet, die sich nun mit einem jungen Kerl eingelassen hat, der … Tja, jetzt fehlt doch wirklich ein Name für Caesars zweite Ehefrau. Es heißt also, einen weiteren Namen zu finden. Sandra? Wie wäre es mit Sandra? Ja, ich glaube Caesars junge Frau heißt Sandra.

Ich merke, dass ich immer wieder nach oben scrollen muss. Das ist ärgerlich, muss ich jetzt wirklich eine Liste anlegen? Eine Kartei? Genau das wollte ich vermeiden. Das geht allenfalls, wenn ich mich von den drei liebgewordenen Anfängen trenne. Nun, das E schaffe ich wohl noch so. Dabei hatte ich gedacht, Caesars Ehefrau hat auch keinen Namen, aber sie heißt bereits Kirstin (deshalb musste ich nun einen ganzen Absatz löschen, den ich bereits über die doppelte Namensproblematik verfasst hatte).

Also wenn Caesar Beyer von seiner zweiten Ehefrau, der Sandra, umgebracht wurde, so geschah das wohl eher durch die Hand ihres nichtsnutzigen Geliebten, der zwar Sandra will, aber auch das Geld. Obwohl nicht zu verachten ist, dass Caesar auch tot bereits drei Kinder und eine geschiedene Ehefrau zu versorgen hat, zumindest pflichtteilmäßig. Vielleicht trug Caesar auch Edelsteine bei sich, die der junge Geliebte (Boris fürs Erste) gestohlen hat. Boris wusste natürlich um diese Umstände und gedachte so, das Erbe zu vergrößern. Ja, vielleicht hatte er sogar einen Plan ausgeheckt, wie er – über Sandra – Caesar dazu bringen konnte, an diesem Abend so reich bestückt an den Ortsausgang zu gehen.

Es erklärt allerdings die doppelte Mordweise keineswegs. Da müsste noch ein Haken her.

Im zweiten Fall war vorgegeben, dass der Postbote – der, das habe ich soeben beschlossen, vielleicht namenlos nur „der Postbote“ bleiben könnte – Frau Mustermann im Blutbad entdeckt. Wenn Herr Mustermann als Ehemann der Mörder sein sollte, müssen zwangsläufig auch die Kinder umgebracht worden sein, denn der Postbote eilt, Unheil ahnend, ins Haus. Natürlich könnte es auch sein, dass seine oder Caesar Heilmanns böse Ahnungen nur leere Luft sind. Die Kinder waren an diesem Tag glücklicherweise einen Tag bei der Großmutter („Omi“). Dramatischer wäre es natürlich, wenn die ganze Familie Mustermann mehr oder weniger grausam verteilt im Hause vorgefunden werden könnte. Dann wäre es eben nicht der Ehemann.

Ich habe soeben beschlossen, eine Kartei in Tabellenform anzulegen. Ich arbeite einfach nicht oft genug an dem Text, um alles im Kopf zu haben. War mir Kirstin doch einfach entfallen! Das hat sie nicht verdient, wo sie doch schon schmählich von Caesar für eine Jüngere verlassen wurde.